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Talk mit Dr. Carola Koblitz (Mexiko), anschließend Austausch mit dem Publikum, Moderation : Lic. Marcela Torres

Event Date:
7. Mai 2021 at All Day

In diesem Talk wird auf die Notwendigkeit den Begriff „Muttersprache“ zu überdenken aufmerksam gemacht. Er soll außerdem den Anstoß geben über Mehrsprachigkeit nachzudenken bzw. sich über die Rollen der Sprachen innerhalb seines eigenen Sprachrepertoires bewusst zu werden.

In unserer Gesellschaft verfügen immer öfter Menschen über mehrere Sprachen, die der Qualität einer „Muttersprache“ entsprechen, aber entweder nicht von der Mutter erworben wurden oder aus sonstigen Gründen nicht die Definition einer solchen erfüllen. Eine zusätzliche Problematik stellt die Begrifflichkeit von „Fremdsprache“ und „Zweitsprache“ dar. Auf Deutsch ist die Idee von etwas Fremdem negativ besetzt, was für MigrantInnen eine negative Einstellung gegenüber der deutschen Sprache schaffen kann.

Die Europäische Union versucht, die europäische Identität zu fördern und schlägt im Rahmen ihrer Sprachenpolitik vor, „dass jeder europäische Bürger zusätzlich zu seiner Muttersprache zwei weitere Sprachen beherrschen sollte”. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema wirft zusätzlich die Frage auf, wie Kinder ihre Identität anhand ihrer „Muttersprachen“ bzw. als nicht herkömmliche „native speakers“ durch ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung bilden.

Der Begriff „inhärente Sprache“ wird vorgeschlagen, um gezielt dem Hass entgegenzuwirken und somit die Bildung einer kollektiven Identität zu ermöglichen. Damit sollen emotionsgeladene Konzepte, wie jenes der Muttersprache, die uns als Gesellschaft trennen und Hass fördern, vermieden werden.

In diesem Talk wird auf die Notwendigkeit den Begriff „Muttersprache“ zu überdenken aufmerksam gemacht. Er soll außerdem den Anstoß geben über Mehrsprachigkeit nachzudenken bzw. sich über die Rollen der Sprachen innerhalb seines eigenen Sprachrepertoires bewusst zu werden.

Dr. Carola Koblitz, gebürtige Mexikanerin, Absolventin der Universidad Autonoma Metropolitana – Mexiko-Stadt in Sozialkommunikation. Sie promovierte in Kommunikationswissenschaften und Publizistik an der Universität Wien, wo sie derzeit einen Master in angewandter Linguistik absolviert. Sie ist außerdem unabhängige Forscherin unter anderem in den Bereichen Mehrsprachigkeit, Multikulturalität, Fremdsprachendidaktik und Medienpädagogik. Ihre Arbeiten wurden auf Veranstaltungen zur wissenschaftlichen Förderung wie der Langen Nacht der Forschung, der European Researcher’s Night und der KinderUni an der Universität Wien vorgestellt. Ihre nächste Präsentation findet im Rahmen des 28th International Congress of FILLM statt.


Veranstaltende Organisationen:
Latinidade Kulturforum / Sin Limites Magazin
www.facebook.com/sinlimites.at
http://www.facebook.com/latinidadeaustria

Location:

Zoom : https://us02web.zoom.us/j/81977752117?pwd=dy9ydzJNbVRhZm5mZnN3aXBCUUkwdz09

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